Geschafft...

Wobei ich bei dem Titel absichtlich offen lassen will, ob ich nun den Umzug oder uns damit meine. Naja ok, ich gestehe, vermutlich eher letzteres. Ich bin wirklich kein Typ, der gerne und viel jammert, im Gegenteil, ich mag solche Jammerlappen gar nicht. Aber jetzt kann ich nicht anders. Wir, damit meine ich meinen Schatz und mich, laufen auf absoluter Reserve. Unsere "Blagen" sind da doch ganz anders, aber das liegt vermutlich daran, dass sie nicht nur die unausschöpfliche Energie der Jugend inne haben... sie tun ja auch weit weniger als wir (was ihnen von Herzen gegönnt ist, auch wenn es Teenies sind, sind es immer noch Kinder, die auch andere Sachen vor haben)

Aber unser Kraftaufwand lohnt sich. Nach einem erstaunlich gut über die Bühne gegangenen Umzugstag, war hier in der neuen Wohnung natürlich Chaos pur angesagt. Zwar habe ich alle Kisten gut beschriftet, aber was nutzt das, wenn sie Deckenhoch gestapelt sind und man nicht einlesen kann, was drin steht? Und kennt ihr das? Ihr steht in mitten von so etwas... und wisst nicht, wo ihr anfangen sollt? Und wenn man dann endlich einen Start gefunden hat, räumt man wie so ein Bekloppter und hat aber das Gefühl, dass die Arbeit gar nicht weniger wird. Ehrlich, ich habe dieser Wohnung kleine Kobolde unterstellt, die mir immer wieder heimlich neue Kisten hinstellen. Aber was soll ich sagen? Ich habe sie glaube ich überlistet, denn das Chaos lichtet sich allmählich. Nur noch eine 'handvoll' Kisten, dann hier und da Prüllbeseitigung... und tadaaaa: FERTIG!!!

Wird auch Zeit, denn am Samstag haben wir Einweihung, da kommt dann auch die liebe Schwiegermami. Da will man doch zeigen, wie schön es schon ist ;-)

Aber auch so sind wir froh, wenn endlich alles geschafft ist, denn wir schon anfangs gesagt, wir laufen auf Reserve. Wir freuen uns auf den ganz normalen Alltag, ohne zusätzlichem Auspackgedöhns und so. Es muss schön sein, sich nach der Arbeit mal einfach nur hinzusetzen und sich mit der Familie zu unterhalten, Freizeit haben...  Wobei am allerallerschönsten wäre jetzt... URLAUB!!! Aber der ist natürlich nicht möglich, man muss ja arbeiten. Aber Weihnachten kommt und dann... dann hält uns nichts mehr! Hemmungsloses Faulenzen und urlauben ist dann angesagt.

Doch bis dahin... leben wir unser alltägliches Chaos weiter, was wir ja nun endlich richtig gemeinsam erleben dürfen, denn jetzt sind wir EINE Familie. Ich freu mich auf unsere gemeinsame Zukunft, auf unser WIR und natürlich werde ich hier darüber berichten ;-)     

Jetzt aber heißt es erst einmal wieder... arbeiten! Hab ich so lange nicht mehr -.-'

 

3.11.09 07:11, kommentieren

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Schlaf ich noch eine Runde?

Kennt ihr das? Ihr habt eigentlich frei, könntet wenigstens ein bisschen länger schlafen und seid dann doch zur üblichen (unmenschlichen) Zeit wach? Furchtbar oder? Dabei bin ich eigentlich noch soooo müde. Sehr sogar, gerade habe ich mich noch ausgiebig gestreckt und gegähnt. Aber ich kann im Bett liegen wie ich will, mein Körper weigert sich strickt einzuschlafen, weil er der Meinung ist, dass eben jetzt meine 'Wachseinzeit' ist. Pffff. Wie gemein. Ich find das echt nicht nett.

Jetzt ist es ja nicht so als wenn ich nicht eh genügend zu tun hätte, schließlich ziehe ich übermorgen mit meinen Lieben um. Und es gibt wirklich noch massig zu tun. Mein Schatz redet mir schon immer gut zu und beruhigt mich, dass wir wirklich alles schaffen. Ich gehe ja auch davon aus, bete aber gleichzeitig innerlich, dass es auch wirklich so ist. Wirklich jetzt schon anfangen mit einpacken kann ich aber auch noch nicht, also mein Pensum für heute, denn meine (Stief)tochter und mein Sohn schlafen noch. Die Wohnung meines Schatzes ist sehr klein, die wären sofort wach. Zwei Stündchen würde ich ihnen gerne noch gönnen, immerhin haben sie ja auch Ferien und sollen sich von der Schule erholen. Und der ganze Umzug ist für sie ja auch Belastung. 

Also nutze ich jetzt die Zeit und versuche mich nochmal hinzulegen? Oder lese einfach ne Runde? Oder gar beides? Hinlegen, lesen, müde werden, schlafen? Klingt doch gar nicht so schlecht... Hmmm.... Ja ich glaube, ich mache das wirklich.

Na dann, wir lesen uns.... ;-) Gute Nacht!

22.10.09 07:19, kommentieren

Hechel...Hechel...Hechel

Das hier wird dieses Mal wirklich nur kurz, für viel habe ich nämlich keine Zeit.

In 3 Tagen ist der Umzug und ich weiß nicht wo mir der Kopf steht. Zwei Wohnungen packen ist heftig. Ich habe wirklich null Plan, wo ich anfangen soll. Das hier ist mein 11. Umzug, man sollte doch meinen, ich kenn mich wirklich aus, aber dieses Mal bin ich wirklich total konfus. Habe ich beim letzten Mal noch gesagt, ich schaff das alles? Gut, das denke ich immer noch, aber ich hätte nichts dagegen, wenn wir schon 2 Wochen später hätten. Ein bisschen fühle ich mich auch alleine gelassen. Klar, meine Familie hilft, was man so Hilfe nennen kann. Sind halt alles Teenies, die haben die Ruhe weg, während ich selber doch langsam in Panik gerate. Mein Schatzi kann packtechnisch auch nicht wirklich helfen, der ist den ganzen Tag arbeiten und wenn er dann endlich Feierabend hat, renoviert er unsere Wohnung fertig. Heute zum Beispiel geht er den Küchenboden verlegen. Ein Kumpel von ihm klebt derweil diverse Bilder auf Wänden ab. Wie sich das anhört.... wird wohl niemand wissen, was ich damit meine. Meine Stieftochter zum Beispiel möchte auf eine Wand in ihrem Zimmer das Kölnpanorama gemalt kriegen, außerdem noch einen Playboyhasen auf die andere. Mein ältester Sohn möchte das FC Köln Zeichen mit dem Hennes haben sowie das Kölner Wappen und mein Jüngster möchte zwei Tribals an den Wänden haben. Und besagter Kumpel namens Dirk klebt diese Formen an die Wände (der kann suuuuper gut malen), damit unsere Kids alles ausmalen können, aber bitte erst wenn wir dann schon umgezogen sind.

Gibt eh noch einiges was wir dann machen, aber erst muss vor allem meine alte Wohnung fertig gemacht werden, für die von meinem Schatz haben wir dann noch einen Monat. Ich jammer, ich weiß, aber ich brauch das gerade und ich bin wirklich mehr als froh, wenn wir endlich Weihnachten haben. Nicht wegen der Feiertage selber, da bin ich nämlich gar kein Freund von. Nein, sondern weil wir dann alle endlich mal frei haben. So richtig ohne Arbeit und ohne das was gemacht werden muss.... einfach nur RUHE... etwas was wir alle dringend brauchen und schon so lange vermissen...

1 Kommentar 21.10.09 09:53, kommentieren

Stress!!!! Oder wie kommt man am schnellsten zu einem Herzinfarkt?

Nein ganz so extrem, wie der Titel glauben machen will, ist es noch nicht. Aber weit weg davon auch nicht mehr.

Ende nächster Woche ziehen wir schon um, aber wir sind noch mitten in den Renovierungsarbeiten, haben noch nicht ein Teil in unseren Wohnungen gepackt, geschweige denn, dass wir überhaupt schon Umzugskisten hätten, Handwerker gehen noch in der neuen Wohnung ein und aus, weil die Vermieter diverse Reperaturen machen lassen müssen, so vieles ist noch zu erledigen und wir wissen  noch gar nicht wie das alles funktionieren soll. Wieso? Naja bis auf meinen Schatz sind wir alle auch noch tierisch erkältet. Hier in Köln und Umgebung grassiert ein bösartiger Grippevirus (nein, nix Schweinegrippe, aber genauso widerlich) und wir haben ihn alle. Geht es einem mal ein bisschen besser, wird er von den anderen wieder fleissig zurück angesteckt. 

Frei machen von der Arbeit ist allerdings auch nicht, man wird eben gebraucht. Ergo heisst es, neben dem Job und der kranken Familie, auch noch den Umzug irgendwie zu packen. Aber nicht schlimm, in solchen Situationen laufe ich meistens zur Höchstform auf und wie sagt der Kölsche doch immer so nett? Et hätt noch immer jot jejange (es ist noch immer gut gegangen). Wird es dieses Mal mit Gewissheit auch, auch wenn mir derzeit noch der Plan zu allem fehlt. Aber das ist mal wieder typisch für uns. Chaos pur, aber was soll es? Das Genie beherrscht das Chaos... demnach muss ich wirklich einen gigantisch hohen IQ haben ;-)

 

14.10.09 16:53, kommentieren

ENDLICH

Juchhuuu es ist soweit! Am Freitag bekomme ich die Schlüssel für unsere gemeinsame Wohnung.
Ja genau, ich, die Frau die niemals mehr mit einem Mann wirklich eng zusammen sein wollte, ziehe  mit meiner ersten großen Liebe zusammen, gemeinsam mit unseren ‚Rotzblagen‘ wie wir unsere Kinder immer so liebevoll nennen. Wir meinen das echt nicht böse, unser Humor ist manchmal etwas bissig ;-)
Ihr müsst nicht meinen, dass es leicht war diese Wohnung zu bekommen, aber auch das ist mal wieder typisch für mich. Nichts, wirklich gar nichts kann mal einfach sein bei mir.
Aber ich greife mal wieder voraus.
Guido und ich hatten uns ursprünglich nur darüber unterhalten, dass wir zusammenziehen... irgendwann... aber bevor wir heiraten (ja das ist auch geplant... ich kann es noch immer nicht fassen... aber davon erzähl ich ein anderes Mal) und natürlich bevor wir nach Kanada gehen (auch etwas worüber ich ein anderes Mal erzähle)...
Nun habe ich aber Probleme mit meinen Vermietern... echt mal, tut es euch niemals an, mit euren Vermietern im gleichen Haus oder auf dem gleichen Grundstück zu wohnen, erst recht nicht, wenn sie schon ziemlich alt sind. Denkt jetzt bloß nicht, dass ich was gegen ältere Leutchen hätte, ganz und gar nicht! Nur gegen diese im Speziellen. Man die sind echt furchtbar. Und ich bin eigentlich ein sehr geduldiger Mensch, der auch hart im nehmen ist, aber die haben mich geschafft. Dabei bin ich gerade mal im Mai diesen Jahres hier eingezogen!!! Mir hat es gereicht und ich sagte zu meinem Schatz, dass ich mir etwas neues suchen würde... ich hielte das hier nicht mehr aus. Er versuchte mich zu überzeugen, damit noch zu warten... wir könnten doch gleich im nächsten Jahr dann zusammen ziehen... Umzüge sind ja nie was tolles und so müsste ich nicht noch zwei mal umziehen usw.
Aber wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe... dann bin ich nicht mehr wirklich davon abzubringen. Und bei meiner Internetsuche nach geeignetem Wohnraum stieß ich zufällig (wirklich zufällig!!! Ich schwöre!!!!) auf eine extrem preiswerte 5 Zimmer Wohnung. Kurzentschlossen vereinbarte ich einen Besichtigungstermin. Guido und ich besprachen vorher noch, was die Wohnung alles haben müsse, ansonsten käme sie für uns absolut nicht in Frage. Ich glaube wir wollten es extra schwer auch machen... und dann vereinbarten wir noch, dass wir nur mal gucken wollten, rein aus Neugierde, mehr nicht.... 17.30 Uhr war der Termin... 18.00 Uhr hatte ich einen Reservierungsvertrag unterzeichnet. Die Wohnung hatte wirklich alles, was wir haben wollten, dazu preiswert... naja und wir haben es dann einfach als Wink des Schicksals angesehen.
Wir waren danach beide ziemlich fassungslos, sind wir übrigens des Öfteren, wenn ich es so recht bedenke. Unseren Kindern ging es mit der Nachricht dann auch nicht anders, wen wundert es?

Nun müsst ihr nicht denken, dass ich kurz darauf den Mietvertrag bekommen hätte.... NEIN, natürlich nicht.
Ich hatte schon meine Wohnung gekündigt.... obwohl ich noch immer nicht den neuen Mietvertrag hatte. OK aber wir hatten ja noch die Sicherheit von Guidos Wohnung. Was heißt Sicherheit? Er wohnt mit seiner Tochter in einer 2 Zimmer Wohnung... wär ziemlich lustig geworden, wenn wir dort mit allen Mannen gewohnt hätten, aaaaber... es wäre zumindest ein Dach überm Kopf gewesen wenn es hart auf hart gekommen wäre.
Nun drängte aber die Zeit, dass wir auch seine Wohnung kündigten, wenn wir nicht noch einen Monat doppelt Miete zahlen wollten. Aber noch immer hatte mich der neue Mietvertrag nicht erreicht. Die Wohnungsgesellschaft verstand es auch nicht so recht, denn sie hatten diesen angeblich schon zwei Mal los geschickt... nur kam der bei mir nie an. Merkwürdiger Weise kamen Briefe in kleinen Umschlägen von ihnen an, nur der Riesige eben nicht, wo der Vertrag drinne war. Der Verdacht war groß, dass man mir die Post klaute, nur beweisen konnte ich es nicht. War aber auch egal, denn nun haben wir uns wie Detektive auf die Lauer gelegt. Sobald der Briefträger mit seinem Rad auf den Hof hier fuhr, überfielen wir ihn nahezu. Ich glaube anfangs hatte der wirklich Angst vor uns... mittlerweile hält er uns vermutlich nur noch für irre ;-)
Und ENDLICH nach guten 6 Wochen Bangen und Zittern, ob wir nun obdachlos sein würden, weil die Gesellschaft am Ende doch absagt, hielt ich den ersehnten Vertrag in meinen Händen.
Und jetzt ist es endlich soweit! Am Freitag bekomme ich die Schlüssel zu unserem gemeinsamen Reich ausgehändigt. Alle sind schon ganz ungeduldig, wollen die Wohnung sehen, denn nur mein Schatz und ich haben sie ja bisher gesehen.
Und soll ich euch was verraten? Ich kann es kaum erwarten, dass wir endlich alle unter einem Dach leben! Jede Minute, in der ich von meinen Lieben getrennt bin, finde ich einfach nur grausam. In der Woche ist es eben nicht so einfach ständig zusammen zu sein, die Wohnungen sind einfach zu klein um schon jetzt zusammenzuleben. Am Wochenende geht das, aber im Alltag ist es schwer umsetzbar. Ergo sehen wir uns nicht sehr viel, für meinen Geschmack schmerzhaft wenig. Ja ich weiß, ich wollte das alles ursprünglich nicht mehr... aber wie sagte schon Konrad Adenauer?
Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern? (hochdeutsch: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.) Wie anfangs schon erwähnt.... meistens kommt es im Leben eben doch anders als man denkt ;-)

21.9.09 22:20, kommentieren

Die Erkenntnis...

Bisher hatte ich ja noch nicht wirklich die Zeit, hier mal was zu schreiben. Aber jetzt habe ich gerade mal ein paar Minuten Zeit. Und die ganze Zeit habe ich schon immer gedacht, was ich wohl schreiben soll, womit ich wohl anfangen soll... und nun? Hirnleere... Mal wieder so typisch für mich. Wobei, eigentlich liegt das im Augenblick nur daran, weil so unsagbar viel gleichzeitig passiert.
Ich hab ja schon erwähnt, dass sich mein Leben in den letzten Monaten wirklich vollkommen geändert hat.  Bis Anfang des Jahres lebte ich noch mit meinen Jungs bei Dormagen, hatte seit 6 Jahren eine Beziehung mit einem Mann, über den ich mich jetzt nicht näher auslassen möchte. Nicht, weil er so besonders grässlich war, es hat einfach nicht zwischen uns gepasst. Gewusst habe ich das schon lange, aber anstatt schon vorher auf mein Bauchgefühl zu hören, habe ich meinen Kindern zuliebe dieses Leben weiter geführt... ein fataler Fehler, der im Endeffekt keinem von uns gut getan hat.
Also war der Entschluss gekommen, wir ziehen aus (mit ‚wir‘ meine ich natürlich meine Söhne und mich samt unserer Hündin Kira). Nur geht das ja nicht von heute auf morgen, denn kostengünstige  Wohnungen sind in Köln und Umgebung eher Mangelware und wir hatten es jetzt auch nicht sooo eilig, so dass wir uns eben ausreichend Zeit lassen wollten, bis alles so passte, wie wir uns das wünschten.
Aber wie ist es doch so oft? Meistens kommt es im Leben anders als gedacht.
Zufällig kam ich durch meine Freundin auf die wer-kennt-wen Seite im Netz. Wer die nicht kennt, schaut sie euch mal an, sehr schöne Seite, auf der man alte Bekanntschaften und überhaupt Menschen suchen kann.
Neugierig überlegte ich, wen ich denn wohl suchen könnte und gab dort den Namen meiner ersten großen Liebe ein. Und tadaaa.... er war dort wirklich gemeldet.  Kurzerhand und ohne mir wirklich bewusst etwas dabei zu denken, habe ich ihn angeschrieben.
Sofort haben wir uns wieder blendend verstanden. Zwar tauschten wir gegenseitig aus, wie unser Leben so verlaufen war, immerhin waren 18 Jahre vergangen, aber wir hatten beide nicht das Gefühl, irgendwie fremd zu sein. Schließlich telefonierten wir und weil das so schön war, beschlossen wir uns auf einen Kaffee zu treffen.

Ich weiß, es hört sich kitschig an wenn ich das jetzt sage... aber als ich Guido vor 20 Jahren das erste Mal sah, war es Liebe auf den ersten Blick. Ich habe damals, obwohl ich erst 16 Jahre alt war, zu meiner Freundin gesagt, dass er der Mann ist, den ich einmal heiraten werde. Naja hat damals nicht wirklich funktioniert, aber es war wirklich Gewissheit, die ich damals hatte und ich habe später nie wieder für einen Mann in dieser Art empfunden wie für ihn. Früher sagte ich mir, das sei weil es die erste Liebe gewesen ist und so. Ich war überzeugt, dass die eben immer etwas besonderes ist, dass man deswegen immer wieder daran denkt, sie in rosaroten Farben ausmalt und eben so empfindet wie ich es getan habe. Heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob das wirklich so ist, denn als ich zur vereinbarten Zeit zum Kaffee bei ihm aufschlug und die Treppe im Haus hochkam... ihn dann in der Türe stehen sah, überrollten mich schlagartig und vollkommen ungeahnt und vor allem absolut ungewollt die gleichen Gefühle wie vor 20 Jahren.
Wow, ich habe mich sofort in seinen strahlenden Augen verloren und es war wirklich so, als hätte ich einen Zeitsprung in die Vergangenheit gemacht.
Was soll ich sagen? Es kam so wie es kommen musste... und beide konnten wir es zunächst nicht eingestehen, wahr haben wollten wir das schon gar nicht, geschweige denn zulassen.
Hallo? Das böse Wort mit ‚L‘ was sich Liebe nennt... nie wieder wollte ich das aussprechen, nie wieder wollte ich einen Menschen so nahe an mich heran lassen, denn führt so etwas nicht immer unweigerlich zu Leid und Kummer?
Ich hatte bisher ein sehr bewegtes Leben, nicht wirklich leicht und schon gar nicht eines, was man anderen wünscht... aber da will ich gar nicht näher drauf eingehen. Nur soviel, dass ich mir fest vorgenommen hatte, ein Leben ohne Partner zu führen und sollte ‚es‘ mich doch mal überkommen... ja dann bitte aber nur am Wochenende. In der Woche wollte ich mein eigenes Leben führen, zusammen mit meinen Söhnen, frei und ohne das jemand irgendetwas einschneidendes tun könnte, was uns betrifft. Und Guido hatte in etwa die selben Vorstellungen von seinem zukünftigen Leben wie ich...
Naja irgendwie ist es dann aber anders gekommen. Gott sei Dank kann ich da nur sagen. Mein Leben hat sich sowas von gewandelt, ich erkenne es wirklich nicht mehr wieder. Zwischendurch ist es hektisch und anstrengend, aber ich war seit 18 Jahren nicht mehr so glücklich wie jetzt und gleichzeitig ist da die Erkenntnis, dass das, was im Augenblick geschieht, wie sich alles entwickelt hat genau DAS ist, was ich mir immer gewünscht habe.
Jetzt sind wir eine nicht wirklich kleine Patchworkfamilie, die chaotischer und verrückter nicht sein könnte. Und über uns werde ich hier schreiben. Die kleinen und großen Katastrophen, das Chaos, das Glück, die Liebe, die Leidenschaft mit der wir leben....
Ihr werdet sicher bald erkennen, was ich meine ;-)

19.9.09 19:11, kommentieren

Der Beginn... oder auch das langersehnte Ziel?

Tja hier bin ich nun... Mone.

Bisher habe ich mich immer ums bloggen irgendwie gedrückt, aber ich schreibe eigentlich viel zu gerne. Nur fehlt mir in den letzten Monaten einfach die Zeit. Kennt ihr das, wenn sich euer Leben von heute auf morgen plötzlich grundlegend ändert?

Oh mir ist das schon ziemlich häufig passiert, aber dieses Mal war es so ganz anders... aber davon später. 

Der Titel dieses Bloggs ist MonesChaosWelt und den habe ich ja nicht ohne Grund gewählt. Ihr werdet schon nach und nach erkennen wie wahr dieser Name ist. 

Nach und nach werde ich euch wohl in meine Welt einführen... auch wenn es wie gesagt zeitlich etwas länger dauern kann. Schauen wir mal was daraus wird.

15.8.09 10:02, kommentieren